In memoriam

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  • RE: In memoriam John McCain (1936-2018)

    drui (MdPB), 26.08.2018 11:29, Antwort auf #190

    Leider hat er mit seinem Tod Präsident Trump einen letzten Gefallen getan und die Senatsmehrheit für die Republikaner von 50:49 auf 51:49 erhöht, wenn der Gouverneur seinen Nachfolger ernennt (bis 2020). Wäre er vor zwei Monaten zurückgetreten, hätte es eine Nachwahl gegeben.

    Bei aller Geradlinigkeit und anderen positiven Eigenschaften McCains, u.a. seiner gelegentlichen Überparteilichkeit, der Rettung von Obamacare und dem Einsatz gegen Folter, muss auch gesagt werden, dass McCain allen Kriegen der USA begeistert zugestimmt und andere - nicht geführte Kriege gefordert hat. Mit der Nominierung von Sarah Palin als seine Vicepräsidentschaftkandidatin hat er die Tea-Party-Bewegung, den Rassismus in seiner Partei und damit Donald Trump erst groß gemacht. Was widerum passt zu seinem Image als tragischer Held.

  • RE: In memoriam John McCain (1936-2018)

    Wanli, 27.08.2018 22:29, Antwort auf #191

    Ja, McCains Hinterlassenschaft ist durchwachsen, in der Außenpolitik eher ein Falke und in der Wirtschafts- und Sozialpolitik eben ein typischer amerikanischer Konservativer. Ach ja, und Palin.

    Aber eben auch seine Zusammenarbeit mit Kollegen beider Parteien, etwa beim Versuch, den Einfluss von Big Money auf die Politik zurückzudrängen.

    Und auch wenn seine Prinzipien nicht meine waren, er hatte welche und sie beruhten auf Idealen, die ich nachvollziehen kann.

    Die Ablehnung einer Vorzugsbehandlung im vietnamesischen Folterknast nötigt mir natürlich auch Respekt ab.

    Doch, der Mann hat sich schon Respekt verdient.

    https://www.theatlantic.com/politics/archive/2018/08/john-mccain-anne-frank-test /568582/

    Und dann natürlich der Wahlkampf 2008: Man mag gar nicht glauben, dass erst zehn Jahre vergangen sind seit solch anständiger Auftritte eines Republikaners:

    https://youtu.be/jrnRU3ocIH4

  • In memoriam George H.W. Bush (1924-2018)

    Wanli, 01.12.2018 11:00, Antwort auf #192

    "Read my lips": Sie taten es und Bushs Umfragewerte sanken, als die Wähler seine Worte mit ihrer Steuererklärung abglichen.

    Dieser Präsident war es aber auch, der die deutsche Einheit vielleicht erst möglich machte zu einer Zeit, als andere westliche Staatschefs noch nicht erkannt hatten, welche Veränderungen auf Europa zu kamen mit dem Ende des Kalten Krieges, dass ein Konstrukt wie das geteilte Deutschland dadurch zum Anachronismus geworden war.

    Nostalgische Erinnerungen an Bush senior werden natürlich auch deshalb wach, da mit seiner Abwahl der Wandel seiner Partei zu einem Haufen schriller Ideologen begann, die Gingrichs übernahmen das Ruder.

    Die Präsidentschaft seines Sohnes liefert denn auch schon einen deutlichen Kontrast - den Golfkrieg, der im Gegensatz zum ersten nicht mit Billigung der internationalen Gemeinschaft geführt wurde, das öffentliche Anzweifeln unwillkommener wissenschaftlicher Erkenntnisse, die Aufgabe jeglichen fiskalischen Verantwortungsbewusstseins.

    Bush senior war hierzu der Gegenentwurf, und als solcher wird er im Gedächtnis bleiben.

    http://m.fr.de/politik/usa-ex-praesident-george-h-w-bush-ist-tot-a-1630971

  • In memoriam VIVA (1993-2018)

    gruener (Luddit), 04.01.2019 05:45, Antwort auf #193

    Ein überflüssiger TV-Sender hat - viel zu spät - das Zeitliche gesegnet.

    Was bleibt:  Einige wenige Jahre "Kamikaze". Unvergessen die Episode aus einem afrikanischen Club Robinson, inmitten des Hungers stapeln sich die überfüllten Büffets mit teuren Kostbarkeiten aus aller Welt: "Seit 5:45 h wird zurück gefressen!" (O-Ton des Moderators, der sich während der Sendung mehrmals übergibt, um weiter futtern zu können.) Viel zu genial für Viva (II). Niels Ruf wurde entsprechend gefeuert.

    Viva verschied im 26. Lebensjahr. Zum Glück nicht später! Im Club 27 wäre der Sender absolut fehl am Platze gewesen.

    ******

    Mögen viele weitere hirnbefreite Sender in Kürze diesem guten Vorbild folgen. Und sich selbst abschalten...

  • In memoriam Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht (ermordet am 15.01.1919)

    gruener (Luddit), 15.01.2019 01:05, Antwort auf #194

    Auf den Tag genau, exakt vor 100 Jahren, endete so abrupt wie gewaltsam das Leben von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Zwei charismatische Widersacher der deutschen Sozialdemokratie wurden auf die brutalst mögliche Art und Weise ausgeschaltet.
    Die Täter von damals sind namentlich bekannt. Ultrarechte Freikorpler. Über die Auftraggeber hingegen kann weiter spekuliert werden.
    "Immer klarer aber zeigt sich, dass die SPD ... an der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch das Freikorps beteiligt war." Richtig, es war nicht allein Unrecht und schon gar nicht ein einzelner willkürlicher Akt allein aus der rechten Szene. "Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden einfach abgeknallt. Und der Sozialdemokrat Noske hat es abgesegnet."

    Nicht zuletzt ermöglicht hat diese Attentate ein Geheimpakt des damaligen SPD-Reichskanzlers und späteren SPD-Reichspräsidenten Friedrich Ebert mit der Obersten Heeresleitung unter Groener vom 09. November 1918. Die "friedensbedürftigen Sozialpolitiker" (A. Rosenberg) aus den Reihen der deutschen Sozialdemokratie trauten es sich einfach nicht zu, die Ordnung im Reich allein wiederherzustellen und dürsteten nach professioneller militärischer Hilfe, obgleich am Tage des erwähnten Paktes alle Macht in den Händen der - man merke: sozialdemokratischen - Arbeiter- und Soldatenräte lag. Die Folgen waren so fatal wie für die zumeist linken Gegner massenhaft tödlich. Die Rede ist dabei nicht von "einigen wenigen" Toten, sondern von vermutlich zehntausenden Toten allein in den ersten Jahren der Weimarer Republik. (Wer nun auf die schräge Idee kommen sollte zu mutmaßen: Hätten dann nicht auch die Allierten nach Beendigung des 2. Weltkrieges sogleich Himmlers SS-Truppen mit der Wiederherstellung der Ordnung im Deutschland beauftragen können? trifft vermutlich allzu sehr und ungewünscht Mitten ins Schwarze.)
    Die SPD muss ihre Leichen im Keller mal aufräumen. Aber wer weiß, wessen leibliche, nicht eines natürlichen Tode entsprungene Überreste dabei noch alles ausgegraben würden.

    Quellen - u.a.:

    http://www.fr.de/kultur/rosa-luxemburg-und-karl-liebknecht-es-wurde-offen-zum-mo rd-aufgerufen-a-1636444,3

    https://www.heise.de/tp/features/Nie-aufgearbeitete-historische-Fehler-3397732.h tml

    https://www.woz.ch/-929c

  • In memoriam Rudi Assauer

    sorros, 07.02.2019 01:13, Antwort auf #195
    Rudi Assauer ist tot.
    Ein Borusse der Schalke in die Moderne des Fußballs führte.
    RiP.
  • RE: In memoriam Rudi Assauer

    gruener (Luddit), 07.02.2019 01:41, Antwort auf #196

    und wer raucht jetzt in irgendeinem stadion noch zigarren?

  • RE: In memoriam Rudi Assauer

    sorros, 07.02.2019 01:44, Antwort auf #197

    Würde ich gerne tun, aber dann geht mein Raucherhusten trotz über 30 Jahren Nichtrauchen wieder los.

  • RE: In memoriam Rudi Assauer

    gruener (Luddit), 07.02.2019 01:53, Antwort auf #198

    da musst du dann ausnahmsweise einmal durch!

  • RE: In memoriam Rudi Assauer

    drui (MdPB), 07.02.2019 18:24, Antwort auf #199

    Zigarren in Stadions sind out, Pyros sind in. Die Modernisierung geht ja ständig weiter.

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