An alle Schleswig-Holstein-Greenhorns

  • An alle Schleswig-Holstein-Greenhorns

    Mühle zu, 21.04.2013 16:16
    #1

    Liebe Wahlbörseanfänger,

    ihr solltet meines Erachtens weniger darauf bestrebt sein, die eigene Partei hinaufzutreiben und Parteiaktien, die ihr ablehnt, hinunterzuprügeln.

    Ich habe schon in einem anderen Zusammenhang erwähnt, dass ich von den politischen Verhältnissen in Schleswig-Holstein keine Ahnung habe (die zugrunde liegenden Parteien interessieren mich so sehr wie einen Chinesen der Ski-Weltcup oder einen Inuit die Fortpflanzung von tropischen Vögeln), und trotzdem habe ich heute am Nachmittag an den diesbezüglichen Börsen tausende Euro verdient.

    Wenn die "kaufen (ask)"-Seite unter 100 liegt, müsst ihr folgendes machen:

    Ihr kauft so lange Aktien auf und verkauft sie als Bündel (= je ein Exemplar aller an der Börse handelbaren Aktien), bis der Kurs über 100 liegt.

    Heute lag der Kurs an einer Börse bei 96 und an einer anderen bei 98 und ihr habt mir das Vergnügen ermöglicht, hunderte Bündel zu verkaufen:

    Machte pro Bündelverkauf einen Gewinn von 4 bzw. 2 Euro.

    Sollte übrigens die "verkaufen"-Seite bei über 100 liegen, müsst ihr umgekehrt Aktienbündel kaufen (eines kostet 100) und dann die einzelnen Aktien so lange wegputzen (= verkaufen), bis die "verkaufen"-Summe unter 100 fällt.

  • RE: An alle Schleswig-Holstein-Greenhorns

    kielkontrovers, 21.04.2013 18:10, Antwort auf #1
    #2

    Hi,

    Du vergisst dabei einiges: Wenn es für manche Mitspieler das EINZIGE Ziel ist, ihr Partei nach aussen hin bei 8 Prozent zu sehen, dann ist ihnen total egal, was sie an virtuellen Gewinn machen können. Die spielen ein anderes Spiel: Da gehts vielleicht auch darum das Wahlfieber-Team beschuldigen zu können eine eigentlich "total beliebte" Partei nicht in die vorderste Leiste und auf die KN-Homepage zu packen.

    Das ermöglicht Dir da fein zuzuschlagen. Schön für Dich, freu Dich doch. Mir persönlich gehts drum, realitische Einschätzung zu sehen. So kaufe und verkaufe ich. Ich achte auch nciht so auf den Gewinn, obwohl Platz 1 eine hübsche Bestätigung sein kann. Ich beobachte sehr genau, was da gepusht wird und wie stark und das bildet auch mein Bild mancher Parteien.

    Natürlich formen die Ergebnisse hier auch die Erwartungshaltung der Wähler*innen. Aber damit unterschätzen manche Parteien, wie sehr ihr eigenes Handeln und Auftreten stärker als ein Balken dem Wähler Wählbarkeit signalisiert. Gerade bei den Kommunalwahlen ohne 5 Prozent Hürde muss ja niemand fürchten, seine Stimme ganz verlieren, außer man schafft es vielleicht irgendwie sich so dumm anzustellen, dass man unter 1,5 Prozent bleibt.

    PS: ich vermisse ja schmerzlich die Maritime Union. Was für ein geiler Werbespot damals bei der Landtagswahl: http://www.facebook.com/photo.php?v=338884306169220&set=vb.262096823847969&a mp;type=2&theater Wink

  • RE: An alle Schleswig-Holstein-Greenhorns

    Mühle zu, 21.04.2013 18:34, Antwort auf #2
    #3

    Hi,

    Du vergisst dabei einiges: Wenn es für manche Mitspieler das EINZIGE Ziel ist, ihr Partei nach aussen hin bei 8 Prozent zu sehen, dann ist ihnen total egal, was sie an virtuellen Gewinn machen können. Die spielen ein anderes Spiel: Da gehts vielleicht auch darum das Wahlfieber-Team beschuldigen zu können eine eigentlich "total beliebte" Partei nicht in die vorderste Leiste und auf die KN-Homepage zu packen.

    Das ermöglicht Dir da fein zuzuschlagen. Schön für Dich, freu Dich doch. Mir persönlich gehts drum, realitische Einschätzung zu sehen. So kaufe und verkaufe ich. Ich achte auch nciht so auf den Gewinn, obwohl Platz 1 eine hübsche Bestätigung sein kann. Ich beobachte sehr genau, was da gepusht wird und wie stark und das bildet auch mein Bild mancher Parteien.


    Ich trage, obwohl mich die zugrunde liegenden Parteien kaum interessieren, sehr wohl auch zur Prognosegenauigkeit bei, weil ich die Mechanismen von Wahlbörsen ziemlich genau kenne, und solcherart korrigierend eingreife.

    Den auffallend vielen Manipulanten und Parteisoldaten an den SH-Märkten sei jedenfalls ins Stammbuch geschrieben, dass sie mit ihrem Handeln einerseits persönlich schwere Verluste erleiden, andererseits den Kurs nur kurzfristig in die von ihnen gewünschte Richtung pushen bzw. drücken können.

    Wer wie du also an brauchbaren Kursen interessiert ist, sollte nicht nur für unterbewertet gehaltene Aktien zusammenkaufen, sondern vor allem auch, wie von mir im ersten Posting beschrieben, korrigierend eingreifen. Diese Methode hat den Vorteil, dass die Gewinne fix sind. Die persönliche Einschätzung aber kann trügen.

  • RE: An alle Schleswig-Holstein-Greenhorns

    kielkontrovers, 21.04.2013 18:40, Antwort auf #3
    #4

    Das war kein Vorwurf. Ich glaube auch, dass das keinen großen Sinn macht. Prognosen und Umfragen sind zwar sehr populär, aber wie viel Einfluß haben sie wirklich an der Wahlurne?

  • RE: An alle Schleswig-Holstein-Greenhorns

    Mühle zu, 21.04.2013 18:50, Antwort auf #4
    #5

    Sie können sehr wohl Einfluss haben:

    1) Wenn es heißt, zwei Parteien lägen Kopf an Kopf, könnte das die Anhänger beider Parteien mobilisieren. Und es ist auch im Interesse der Medien, die ihr Blatt besser verkaufen/höhere Einschaltquoten erzielen und sich auch höhere Inserat- bzw. Werbeeinnahmen erhoffen.

    2) Und auch die Frage der Sperrklausel kann ganz massive Auswirkung auf das Wahlverhalten haben:

    a) Ein Wähler, welcher eine Umfrage liest, dass die Partei seiner Wahl nur bei einem Prozent liegt, muss befürchten, dass seine Stimme "verloren" ist.

    b) Und eine Partei, die in den Umfragen für die Bundestagswahl bei 5 und nicht bei 3 % liegt, tut sich wesentlich leichter; man halte sich nur die FDP mit ihren Zweitstimmenkampagnen vor Augen...

  • RE: An alle Schleswig-Holstein-Greenhorns

    drui (MdPB), 22.04.2013 12:55, Antwort auf #5
    #6

    b) Und eine Partei, die in den Umfragen für die Bundestagswahl bei 5 und nicht bei 3 % liegt, tut sich wesentlich leichter; man halte sich nur die FDP mit ihren Zweitstimmenkampagnen vor Augen...

    Ja, und inzwischen hat man ja bundesweit - und kommunal noch viel mehr - so einige Parteien zwischen 2 und 4%, wobei ich Umfragen für einflussreicher halte als Wahlbörsen.

    Angenommen, eine der Kieler Initiativen, oder die FDP, oder die Piraten, oder eine der seltsamen Kameradschaften am rechten Rand (Alternative für Dummies, Rechte, Freiheit, Feigheit) läge in Rohumfragen bei 2-2,5%, ein Umfrageinstitut interpretiert dies aber als 4 - 4,5% (z.B. weil rechte Wähler ungerne zugeben, rechts zu wählen oder weil der politische Auftraggeber das gerne sieht), dann garantiert das enorme Medienaufmerksamkeit, mobilisiert die eigene Basis und lockt Protestwähler an. Dieses fahrende Volk hebt jede Partei mit entsprechender Medienwirkung zumindest regional (und einmalig) locker über 5%.

    @ Mühle: Man kann Gewinne auch einfacher einfahren, indem man Bündel kauft, die überbewerteten "Anderen" verkauft und abwartet.

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